Den Beweis kann man fast buchstäblich auf jede Primzahl p übertragen: Angenommen, √p ist eine rationale Zahl, dann gibt es natürliche Zahlen a und b mit ggT(a,b) = 1 und a/b = √p ⇒ p · b² = a² ⇒ p teilt a². Weil p eine Primzahl ist, folgt damit: p teilt a ⇒ a = k · p ⇒ a² = k²p² ⇒ pb² = k²p² ⇒ b² = k²p ⇒ p teilt b² ⇒ p teilt b ⇒ p teilt a und b ⇒ ggT(a,b) > 1 - Widerspruch!
Dagegen folgt aus „4 teilt a²” im Allgemeinen nicht „4 teilt a”, weil 4 eben keine Primzahl ist. Daraus resultiert letztendlich nur die evidente Aussage: a/b = 2.Bemerkung:
Für alle natürlichen Zahlen
m und n lässt sich übrigens nachweisen, dass die reelle Zahl
entweder ganzzahlig oder irrational ist. Im rationalen Fall existieren nämlich
natürliche Zahlen a und b mit
ggT(a,b)
= 1 und
(a/b)n
= m, daraus folgt: an = b · bn-1 · m.
Somit teilt b die Zahl an, also ist
ggT(an,b)
= b. Aus
ggT(a,b)
= 1 folgt:
ggT(an,b)
= 1 und damit gilt: b = 1.
Insbesondere ist daher die Quadratwurzel aus jeder natürlichen Zahl m irrational, falls m keine Quadratzahl ist.